AHV-Gesetz (AHV 21)
Offizieller Titel: Änderung des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) (AHV 21)
Frauen und Männer erhalten dasselbe Rentenalter von 65 Jahren; das der Frauen steigt schrittweise von 64 auf 65. Dazu kommen Ausgleichsmassnahmen und eine flexiblere Pensionierung.
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Resultat: Angenommen
50.6 % Ja
- Stimmbeteiligung 52.2 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
16 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- ZugJa-Mehrheit, Ja-Anteil 65.0%, Beteiligung 58%
- NidwaldenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 64.7%, Beteiligung 57%
- Appenzell InnerrhodenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 64.5%, Beteiligung 52%
- ObwaldenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 60.8%, Beteiligung 59%
- SchwyzJa-Mehrheit, Ja-Anteil 60.5%, Beteiligung 57%
- LuzernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 59.4%, Beteiligung 56%
- Appenzell AusserrhodenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 59.0%, Beteiligung 56%
- St. GallenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 57.7%, Beteiligung 51%
- ThurgauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 57.7%, Beteiligung 52%
- UriJa-Mehrheit, Ja-Anteil 57.1%, Beteiligung 50%
- GraubündenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 56.2%, Beteiligung 49%
- ZürichJa-Mehrheit, Ja-Anteil 55.8%, Beteiligung 51%
- AargauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 55.4%, Beteiligung 50%
- GlarusJa-Mehrheit, Ja-Anteil 51.8%, Beteiligung 46%
- Basel-LandschaftJa-Mehrheit, Ja-Anteil 51.0%, Beteiligung 52%
- BernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 50.4%, Beteiligung 54%
- SchaffhausenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 50.0%, Beteiligung 68%
- SolothurnNein-Mehrheit, Ja-Anteil 49.8%, Beteiligung 51%
- Basel-StadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.8%, Beteiligung 54%
- WallisNein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.0%, Beteiligung 50%
- TessinNein-Mehrheit, Ja-Anteil 42.9%, Beteiligung 52%
- FreiburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 39.5%, Beteiligung 53%
- WaadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 37.9%, Beteiligung 53%
- GenfNein-Mehrheit, Ja-Anteil 37.2%, Beteiligung 47%
- NeuenburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 35.5%, Beteiligung 48%
- JuraNein-Mehrheit, Ja-Anteil 29.1%, Beteiligung 53%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz54.9 % Ja
- Romandie38.7 % Ja
- Tessin42.9 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Das AHV-Gesetz wird geändert: Für Frauen und Männer gilt ein gleiches Referenzalter von 65 Jahren, das der Frauen steigt schrittweise von 64 auf 65. Es gibt Ausgleichsmassnahmen für die Jahrgänge 1961 bis 1969 und eine flexiblere Pensionierung.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Das AHV-Gesetz bleibt unverändert, das Rentenalter der Frauen bleibt bei 64 Jahren. Weil die Vorlagen verknüpft sind, scheitert laut Bundesrat auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer und damit die ganze Reform.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Fakultatives Referendum
- Für eine Annahme nötig
- Volksmehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Ja
- Themen
- Sozialpolitik
Worum geht es genau?
Die AHV ist die staatliche Rentenversicherung. Laut dem Bundesrat reichen ihre Einnahmen in wenigen Jahren nicht mehr aus, um alle Renten zu bezahlen: Mehr Menschen gehen in Rente, und die Renten werden immer länger ausbezahlt. Das Gesetz ist der zweite Teil der Reform AHV 21 und mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer verknüpft. Wird eine der beiden Vorlagen abgelehnt, scheitert die ganze Reform. Das Gesetz führt für Frauen und Männer ein gleiches Rentenalter von 65 Jahren ein, das neu «Referenzalter» heisst. Das Alter der Frauen steigt in vier Schritten von 64 auf 65 Jahre. Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 erhalten Ausgleichsmassnahmen: Wer die Rente früher bezieht, hat eine kleinere Kürzung, wer sie nicht früher bezieht, erhält einen Zuschlag von 12.50 bis 160 Franken im Monat. Die Rente kann zwischen 63 und 70 Jahren bezogen werden, auch nur zum Teil. Wer über 65 hinaus arbeitet, kann unter bestimmten Bedingungen die Rente verbessern. Das Parlament hat das Gesetz beschlossen. Weil dagegen das Referendum ergriffen wurde, stimmen die Stimmberechtigten darüber ab. Es braucht nur die Mehrheit der Stimmenden.
Was ist umstritten?
Bundesrat und Parlament empfehlen ein Ja. Sie sehen in der Reform einen Kompromiss aus Mehreinnahmen und Einsparungen, der die Renten für rund zehn Jahre sichert. Die Angleichung des Rentenalters halten sie für gerechtfertigt, weil Frauen besser ausgebildet seien als früher, überwiegend arbeiteten und länger lebten als Männer; Ausgleichsmassnahmen federten die Erhöhung ab. Sie verweisen auf den Anreiz, länger zu arbeiten, auf die flexiblere Pensionierung und darauf, dass Warten die Reform für künftige Generationen teurer macht. Das Referendumskomitee empfiehlt ein Nein. Es argumentiert, die Reform spare einseitig auf Kosten der Frauen, die schon heute einen Drittel tiefere Renten erhielten. Zudem stehe das Rentenalter 67 für alle schon auf dem Programm. Ältere Arbeitssuchende hätten schlechte Chancen, und mehr Menschen gerieten in Langzeitarbeitslosigkeit oder Sozialhilfe. Die AHV sei solide, und die düsteren Prognosen seien nie eingetroffen.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
SVP Schweizerische Volkspartei
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Empfehlen Nein
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
GPS Grüne Schweiz
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
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Offizielle Ressourcen
- Änderung des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) (AHV 21)
- VoteInfo (Bund)
- smartvote
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.