OECD-Mindeststeuer für Unternehmen
Offizieller Titel: Bundesbeschluss über eine besondere Besteuerung grosser Unternehmensgruppen (Umsetzung des OECD/G20-Projekts zur Besteuerung grosser Unternehmensgruppen)
Die Bundesverfassung wird so geändert, dass der Bund für grosse Unternehmensgruppen eine Mindestbesteuerung von 15 Prozent einführen kann. Dafür erhebt er eine Ergänzungssteuer.
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Resultat: Angenommen
78.5 % Ja
- Stände: 23 dafür, 0 dagegen
- Stimmbeteiligung 42.3 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
26 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- WaadtJa-Mehrheit, Ja-Anteil 85.7%, Beteiligung 41%
- GenfJa-Mehrheit, Ja-Anteil 85.6%, Beteiligung 40%
- NeuenburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 84.7%, Beteiligung 36%
- ZugJa-Mehrheit, Ja-Anteil 82.3%, Beteiligung 51%
- Basel-Stadt ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 81.3%, Beteiligung 48%
- Basel-Landschaft ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 81.3%, Beteiligung 43%
- FreiburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 80.7%, Beteiligung 38%
- JuraJa-Mehrheit, Ja-Anteil 80.0%, Beteiligung 32%
- WallisJa-Mehrheit, Ja-Anteil 79.9%, Beteiligung 39%
- Nidwalden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 79.5%, Beteiligung 49%
- LuzernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 78.7%, Beteiligung 42%
- SolothurnJa-Mehrheit, Ja-Anteil 78.1%, Beteiligung 40%
- GraubündenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 77.7%, Beteiligung 39%
- Appenzell Innerrhoden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 77.7%, Beteiligung 37%
- Obwalden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 77.2%, Beteiligung 49%
- AargauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 77.0%, Beteiligung 41%
- St. GallenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 76.7%, Beteiligung 41%
- ZürichJa-Mehrheit, Ja-Anteil 76.6%, Beteiligung 45%
- ThurgauJa-Mehrheit, Ja-Anteil 76.3%, Beteiligung 42%
- SchaffhausenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 75.9%, Beteiligung 63%
- TessinJa-Mehrheit, Ja-Anteil 75.8%, Beteiligung 39%
- Appenzell Ausserrhoden ½Ja-Mehrheit, Ja-Anteil 75.5%, Beteiligung 46%
- SchwyzJa-Mehrheit, Ja-Anteil 75.2%, Beteiligung 49%
- BernJa-Mehrheit, Ja-Anteil 74.9%, Beteiligung 44%
- GlarusJa-Mehrheit, Ja-Anteil 73.3%, Beteiligung 40%
- UriJa-Mehrheit, Ja-Anteil 72.8%, Beteiligung 41%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
½ Halbkanton: zählt beim Ständemehr halb.
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz77.0 % Ja
- Romandie83.7 % Ja
- Tessin75.8 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Ein Ja bedeutet: Die Bundesverfassung wird geändert, und der Bund kann für grosse Unternehmensgruppen eine Mindestbesteuerung regeln. Der Bundesrat kann per Verordnung eine Ergänzungssteuer einführen; 75 Prozent der Einnahmen gehen an die Kantone, 25 Prozent an den Bund.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Ein Nein bedeutet: Die Verfassung wird nicht geändert, und der Bundesrat kann die Mindestbesteuerung nicht umsetzen. Laut dem Bundesrat könnten dann andere Staaten die Differenz bis zu 15 Prozent einziehen.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Obligatorisches Referendum
- Für eine Annahme nötig
- Volks- und Ständemehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Ja
Worum geht es genau?
Die Schweiz beteiligt sich mit rund 140 weiteren Staaten an einem Projekt der OECD und der G20. Die OECD ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die G20 sind die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Grosse Unternehmensgruppen, die in mehreren Ländern tätig sind und mindestens 750 Millionen Euro Umsatz im Jahr haben, sollen in jedem Land mindestens 15 Prozent Steuern auf ihrem Gewinn bezahlen. Bezahlt eine Gruppe in einem Land weniger, können andere Staaten die Differenz einziehen. Der Bundesbeschluss vom 16. Dezember 2022 ändert die Bundesverfassung. Der Bund kann damit für grosse Unternehmensgruppen eine Mindestbesteuerung und eine Besteuerung im Marktstaat regeln, also dort, wo Waren verkauft werden. Bis ein Gesetz besteht, kann der Bundesrat mit einer Verordnung eine Ergänzungssteuer einführen. Die Kantone erhalten 75 Prozent der Einnahmen, der Bund 25 Prozent. Für alle anderen Unternehmen ändert sich nichts. Weil der Beschluss die Verfassung ändert, muss das Volk zwingend abstimmen. Es braucht die Mehrheit der Stimmenden und die Mehrheit der Kantone.
Was ist umstritten?
Der Bundesrat und das Parlament empfehlen ein Ja. Sie argumentieren, mit der Ergänzungssteuer blieben Einnahmen und Arbeitsplätze in der Schweiz, statt dass andere Staaten die Steuer einziehen. Die Verteilung der Einnahmen beruhe zudem auf einem Kompromiss von Bund, Kantonen und Gemeinden, und über den Finanzausgleich profitierten alle Kantone. Eine Minderheit im Parlament lehnt die Vorlage ab. Sie argumentiert, wenige Kantone mit tiefen Steuern und vielen grossen Unternehmen erhielten einen Grossteil der Einnahmen. Nach Ansicht der Minderheit sollte der Bund einen höheren Anteil erhalten, und die Einnahmen sollten gleichmässiger unter den Kantonen verteilt werden.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
SVP Schweizerische Volkspartei
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Empfehlen Nein
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
Andere Haltung
GPS Grüne Schweiz
StimmfreigabeEDU Eidgenössisch-Demokratische Union
Stimmfreigabe
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
- EWR-Beitritt
6. Dezember 1992 · ✗ Abgelehnt · 8 von 26 Kantonen gleich
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27. September 2009 · ✓ Angenommen · 13 von 26 Kantonen gleich
Offizielle Ressourcen
- Bundesbeschluss über eine besondere Besteuerung grosser Unternehmensgruppen (Umsetzung des OECD/G20-Projekts zur Besteuerung grosser Unternehmensgruppen)
- VoteInfo (Bund)
- smartvote
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.