Bargeld-Initiative
Offizieller Titel: Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)»
Die Initiative will in die Bundesverfassung schreiben, dass der Bund genügend Münzen und Banknoten sicherstellt. Der Franken kann nur mit Zustimmung von Volk und Ständen durch eine andere Währung ersetzt werden.
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Resultat: Abgelehnt
Provisorisches Resultat45.6 % Ja
- Stände: 9 dafür, 14 dagegen
- Stimmbeteiligung 55.4 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
9 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- JuraJa-Mehrheit, Ja-Anteil 61.7%, Beteiligung 47%
- NeuenburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 59.3%, Beteiligung 49%
- TessinJa-Mehrheit, Ja-Anteil 58.8%, Beteiligung 58%
- WallisJa-Mehrheit, Ja-Anteil 57.6%, Beteiligung 52%
- GenfJa-Mehrheit, Ja-Anteil 55.2%, Beteiligung 49%
- SchwyzJa-Mehrheit, Ja-Anteil 53.1%, Beteiligung 61%
- FreiburgJa-Mehrheit, Ja-Anteil 52.9%, Beteiligung 55%
- SchaffhausenJa-Mehrheit, Ja-Anteil 51.2%, Beteiligung 72%
- UriJa-Mehrheit, Ja-Anteil 50.0%, Beteiligung 51%
- GlarusNein-Mehrheit, Ja-Anteil 49.2%, Beteiligung 51%
- St. GallenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.8%, Beteiligung 54%
- Appenzell Innerrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.7%, Beteiligung 53%
- ThurgauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.5%, Beteiligung 54%
- Appenzell Ausserrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 46.3%, Beteiligung 58%
- Obwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.6%, Beteiligung 62%
- SolothurnNein-Mehrheit, Ja-Anteil 45.1%, Beteiligung 53%
- GraubündenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 44.0%, Beteiligung 54%
- AargauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 43.5%, Beteiligung 54%
- Basel-Landschaft ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 43.3%, Beteiligung 53%
- BernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 43.0%, Beteiligung 55%
- Nidwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 42.5%, Beteiligung 62%
- ZürichNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.9%, Beteiligung 58%
- LuzernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.8%, Beteiligung 57%
- ZugNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.8%, Beteiligung 60%
- WaadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 40.2%, Beteiligung 56%
- Basel-Stadt ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 37.7%, Beteiligung 57%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
½ Halbkanton: zählt beim Ständemehr halb.
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz43.4 % Ja
- Romandie50.3 % Ja
- Tessin58.8 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Ein Ja bedeutet: Die Bundesverfassung verpflichtet den Bund, dafür zu sorgen, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Der Schweizerfranken kann nur mit Zustimmung von Volk und Ständen durch eine andere Währung ersetzt werden.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Ein Nein bedeutet: Die Verfassung wird nicht durch diese Initiative ergänzt. Über den Gegenentwurf wird getrennt abgestimmt.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Volksinitiative
- Für eine Annahme nötig
- Volks- und Ständemehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Nein
- Themen
- WirtschaftStaatsordnung
Worum geht es genau?
In der Schweiz bezahlen die Menschen immer öfter ohne Bargeld, zum Beispiel mit Karten oder Bezahl-Apps. Laut einer Umfrage der Nationalbank von 2024 sprechen sich 95 Prozent der Bevölkerung dafür aus, dass Bargeld als Zahlungsmittel erhalten bleibt. Heute steht im Gesetz, dass die Schweizerische Nationalbank die Bargeldversorgung gewährleistet und dass der Franken die Währung der Schweiz ist. Die Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» will zwei neue Bestimmungen in die Bundesverfassung aufnehmen. Erstens muss der Bund sicherstellen, dass Münzen oder Banknoten immer in genügender Menge zur Verfügung stehen. Zweitens kann der Schweizerfranken nur mit Zustimmung von Volk und Ständen durch eine andere Währung ersetzt werden. Laut Bundesrat hat die Initiative keine praktischen Auswirkungen, schafft kein Recht auf Barzahlung und keinen Zwang, Bargeld anzunehmen. Das Parlament stellt der Initiative einen direkten Gegenentwurf gegenüber, über den getrennt abgestimmt wird. Die Initiative braucht die Mehrheit der Stimmenden und der Kantone.
Was ist umstritten?
Das Initiativkomitee argumentiert, nur die Initiative sichere in der Verfassung, dass echtes Geld erhalten bleibt, nämlich Noten und Münzen. Diese funktionierten unabhängig von Strom und Netz, schützten die Privatsphäre und vor Negativzinsen. Zudem verpflichte die Initiative den Bund, die Versorgung sicherzustellen, während der Gegenentwurf die Aufgabe der Nationalbank überlasse. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein zur Initiative. Sie argumentieren, der Gegenentwurf nehme die Anliegen der Initiative auf und verankere sie ebenfalls in der Verfassung. Dafür übernehme er bewährte, rechtlich eindeutige Formulierungen aus bestehenden Gesetzen, während die Initiative neue Formulierungen mit Auslegungsfragen verwende. Die ausdrückliche Volksabstimmung beim Ersatz des Frankens halten sie für unnötig, weil die Verfassung ohnehin nur so geändert werden kann.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
SVP Schweizerische Volkspartei
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
Empfehlen Nein
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GPS Grüne Schweiz
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
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Offizielle Ressourcen
- Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)»
- VoteInfo (Bund)
- smartvote
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.