Ernährungsinitiative
Offizieller Titel: Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)»
Die Initiative will, dass die Schweiz mindestens 70 Prozent ihrer Lebensmittel selbst herstellt, mehr pflanzliche Lebensmittel produziert und Umwelt und Trinkwasser stärker schützt.
Diese Zusammenfassung hat eine KI aus den offiziellen Unterlagen geschrieben; eine zweite KI hat sie Satz für Satz geprüft. So setzen wir KI ein
Resultat: Abgelehnt
Provisorisches Resultat27.5 % Ja
- Stände: 0 dafür, 23 dagegen
- Stimmbeteiligung 47 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
0 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- GenfNein-Mehrheit, Ja-Anteil 37.4%, Beteiligung 44%
- Basel-Stadt ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 36.8%, Beteiligung 50%
- NeuenburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 34.5%, Beteiligung 40%
- TessinNein-Mehrheit, Ja-Anteil 31.2%, Beteiligung 46%
- JuraNein-Mehrheit, Ja-Anteil 29.6%, Beteiligung 39%
- SchaffhausenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 29.6%, Beteiligung 68%
- ZürichNein-Mehrheit, Ja-Anteil 29.3%, Beteiligung 48%
- FreiburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 28.3%, Beteiligung 42%
- BernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 28.2%, Beteiligung 47%
- Basel-Landschaft ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 26.5%, Beteiligung 43%
- WaadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.8%, Beteiligung 49%
- SolothurnNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.8%, Beteiligung 45%
- LuzernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.7%, Beteiligung 50%
- Appenzell Ausserrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.3%, Beteiligung 53%
- GlarusNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.2%, Beteiligung 42%
- AargauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.2%, Beteiligung 45%
- GraubündenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 25.0%, Beteiligung 46%
- WallisNein-Mehrheit, Ja-Anteil 24.5%, Beteiligung 43%
- ThurgauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 24.3%, Beteiligung 48%
- St. GallenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 24.1%, Beteiligung 48%
- ZugNein-Mehrheit, Ja-Anteil 23.5%, Beteiligung 55%
- Nidwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 20.1%, Beteiligung 52%
- Obwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 19.7%, Beteiligung 52%
- Appenzell Innerrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 19.7%, Beteiligung 48%
- UriNein-Mehrheit, Ja-Anteil 19.2%, Beteiligung 43%
- SchwyzNein-Mehrheit, Ja-Anteil 19.0%, Beteiligung 53%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
½ Halbkanton: zählt beim Ständemehr halb.
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz26.8 % Ja
- Romandie29.1 % Ja
- Tessin31.2 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Ein Ja bedeutet: Die Verfassung wird geändert. Der Bund muss einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent anstreben, eine stärker pflanzliche Ernährung fördern und dafür sorgen, dass die Höchstwerte für Stickstoffverbindungen und Phosphor nicht mehr überschritten werden. Die Vorgaben müssen innert zehn Jahren umgesetzt werden.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Ein Nein bedeutet: Die Verfassung bleibt unverändert. Die bisherigen Regeln gelten weiter.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Volksinitiative
- Für eine Annahme nötig
- Volks- und Ständemehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Nein
Worum geht es genau?
Die Schweizer Landwirtschaft produziert heute etwas weniger als die Hälfte der Lebensmittel, die in der Schweiz konsumiert werden. Der Rest kommt aus dem Ausland. Die Bundesverfassung verpflichtet den Bund schon heute, Rahmenbedingungen für eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln zu schaffen. Die Landwirtschaft muss ausserdem Vorgaben zum Schutz von Umwelt, Artenvielfalt und Trinkwasser einhalten. Die Ernährungsinitiative ist eine Volksinitiative. Sie will die Verfassung ändern. Der Bund soll einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent anstreben. Dieser Wert zeigt, welcher Anteil der im Inland konsumierten Lebensmittel auch im Inland hergestellt wird, gemessen in Kalorien. Dabei wird berücksichtigt, dass ein Teil der tierischen Produkte mit importiertem Futter entsteht. Heute liegt der Wert im Mittel bei 45 Prozent. Dafür soll der Bund eine Ernährungsweise fördern, die mehr auf pflanzlichen Lebensmitteln beruht, und die Land- und Ernährungswirtschaft darauf ausrichten. Sauberes Trinkwasser gehört ausdrücklich zu den Lebensmitteln, zu denen die Bevölkerung Zugang haben muss. Die Initiative verlangt zudem, dass die Höchstwerte für Stickstoffverbindungen und Phosphor, die seit 2008 als Umweltziele für die Landwirtschaft gelten, nicht mehr überschritten werden. Die Vorgaben sollen innert zehn Jahren erfüllt sein. Der Bund unterstützt die nötigen Anpassungen finanziell. Für die Annahme braucht es die Mehrheit der Stimmenden und die Mehrheit der Kantone (Volks- und Ständemehr). Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein.
Was ist umstritten?
Das Initiativkomitee argumentiert, die Schweiz sei zu 58 Prozent vom Ausland abhängig, und die Landwirtschaft sei nicht darauf ausgerichtet, die Bevölkerung im Krisenfall aus eigenem Boden zu ernähren. Es sagt, 75 Prozent der 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen fördern die tierische Produktion; mehr pflanzliche Lebensmittel und ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent würden die Versorgung sichern und den Landwirtinnen und Landwirten neue Absatzmärkte bringen. Nach Ansicht des Komitees belastet Überdüngung die Böden und das Wasser, die Höchstwerte der Umweltziele würden überschritten, und das Trinkwasser sei zu wenig geschützt. Bundesrat und Parlament finden, die Initiative gehe zu weit und wolle zu viel in zu kurzer Zeit; 70 Prozent in zehn Jahren seien kaum erreichbar, und die Bevölkerung müsste deutlich mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel essen. Sie sagen, der Staat müsste mit Vorschriften massiv in Produktion und Konsum eingreifen; das würde hohe Kosten für den Bund verursachen, auch weil die Initiative finanzielle Unterstützung vorsieht, und die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten einschränken. Zudem entwickle der Bundesrat die Agrarpolitik bereits in die verlangte Richtung, mit schrittweisen Anpassungen und dem Ziel von mindestens 50 Prozent Selbstversorgung bis 2050.
Parteiparolen
Empfehlen Nein
SVP Schweizerische Volkspartei
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Andere Haltung
GPS Grüne Schweiz
Stimmfreigabe
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
- «Umweltverantwortungsinitiative»
9. Februar 2025 · ✗ Abgelehnt · 26 von 26 Kantonen gleich
- Biodiversitäts-Initiative
22. September 2024 · ✗ Abgelehnt · 24 von 26 Kantonen gleich
- Initiative «Grüne Wirtschaft»
25. September 2016 · ✗ Abgelehnt · 25 von 26 Kantonen gleich
- «Kriegsgeschäfte-Initiative»
29. November 2020 · ✗ Abgelehnt · 22 von 26 Kantonen gleich
Offizielle Ressourcen
- Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)»
- VoteInfo (Bund)
- smartvote
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.