«Service-Citoyen-Initiative»
Offizieller Titel: Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)»
Die Initiative verlangt, dass alle Personen mit Schweizer Bürgerrecht, auch Frauen, einen Dienst für die Allgemeinheit und die Umwelt leisten: in der Armee, im Zivilschutz oder in einem anderen anerkannten Dienst.
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Resultat: Abgelehnt
15.9 % Ja
- Stände: 0 dafür, 23 dagegen
- Stimmbeteiligung 42.9 %
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)
Ergebnis nach Kanton
0 von 26 Kantonen mit Ja-Mehrheit, sortiert nach Ja-Anteil.
Wählen Sie einen Kanton auf der Karte oder in der Liste, um zu sehen, wie seine Gemeinden abgestimmt haben.
- Basel-Stadt ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 20.3%, Beteiligung 46%
- ZürichNein-Mehrheit, Ja-Anteil 18.8%, Beteiligung 47%
- SchaffhausenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 18.4%, Beteiligung 67%
- Basel-Landschaft ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 17.5%, Beteiligung 41%
- FreiburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 16.9%, Beteiligung 41%
- GraubündenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 16.4%, Beteiligung 43%
- BernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 16.2%, Beteiligung 42%
- ZugNein-Mehrheit, Ja-Anteil 16.1%, Beteiligung 51%
- Appenzell Ausserrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 16.0%, Beteiligung 50%
- GenfNein-Mehrheit, Ja-Anteil 15.9%, Beteiligung 40%
- SolothurnNein-Mehrheit, Ja-Anteil 15.7%, Beteiligung 39%
- AargauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 15.5%, Beteiligung 42%
- NeuenburgNein-Mehrheit, Ja-Anteil 15.1%, Beteiligung 36%
- St. GallenNein-Mehrheit, Ja-Anteil 14.7%, Beteiligung 41%
- LuzernNein-Mehrheit, Ja-Anteil 14.6%, Beteiligung 46%
- JuraNein-Mehrheit, Ja-Anteil 14.4%, Beteiligung 34%
- ThurgauNein-Mehrheit, Ja-Anteil 14.2%, Beteiligung 42%
- GlarusNein-Mehrheit, Ja-Anteil 13.8%, Beteiligung 38%
- TessinNein-Mehrheit, Ja-Anteil 13.5%, Beteiligung 39%
- UriNein-Mehrheit, Ja-Anteil 13.3%, Beteiligung 40%
- Obwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 13.1%, Beteiligung 52%
- WaadtNein-Mehrheit, Ja-Anteil 13.0%, Beteiligung 41%
- Nidwalden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 12.9%, Beteiligung 50%
- SchwyzNein-Mehrheit, Ja-Anteil 12.8%, Beteiligung 52%
- WallisNein-Mehrheit, Ja-Anteil 12.6%, Beteiligung 40%
- Appenzell Innerrhoden ½Nein-Mehrheit, Ja-Anteil 11.7%, Beteiligung 43%
✓ Ja-Mehrheit · ✗ Nein-Mehrheit · Beteiligung %
½ Halbkanton: zählt beim Ständemehr halb.
Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS); ältere Abstimmungen: Swissvotes, Année Politique Suisse, Universität Bern; Kartengrundlage: BFS, GEOSTAT
Nach Sprachregion
Ja-Anteil der Kantone, nach ihrer Mehrheitssprache zusammengezählt.
- Deutschschweiz16.4 % Ja
- Romandie14.3 % Ja
- Tessin13.5 % Ja
Kantone nach ihrer Mehrheitssprache: Freiburg und Wallis zählen zur Romandie, Bern und Graubünden zur Deutschschweiz.
Ja oder Nein?
Was ändert sich bei einem JA?
Jede Person mit Schweizer Bürgerrecht muss einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt leisten: in der Armee, im Zivilschutz oder in einem anderen gesetzlich anerkannten Dienst. Auch Frauen werden dienstpflichtig. Wer keinen Dienst leistet, zahlt eine Abgabe.
Was ändert sich bei einem NEIN?
Die Dienstpflicht bleibt wie heute: Sie gilt für Schweizer Männer in der Armee oder im Zivilschutz, mit Zivildienst bei Gewissenskonflikt. Für Schweizer Frauen bleibt der Dienst freiwillig.
Auf einen Blick
- Art der Vorlage
- Volksinitiative
- Für eine Annahme nötig
- Volks- und Ständemehr
- Empfehlung des Bundesrates
- Nein
Worum geht es genau?
Heute müssen Schweizer Männer einen Dienst in der Armee oder im Zivilschutz leisten. Wer Gewissensgründe hat, leistet einen länger dauernden Zivildienst. Wer keinen Dienst leistet, bezahlt eine Ersatzabgabe. Für Schweizer Frauen ist der Dienst in der Armee oder im Zivilschutz freiwillig. Jedes Jahr werden rund 35 000 Personen dienstpflichtig. Die Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)» verlangt, dass jede Person mit Schweizer Bürgerrecht einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt leistet. Damit werden auch Frauen dienstpflichtig. Der Dienst erfolgt im Militär, im Zivilschutz oder in einem anderen, gleichwertigen und gesetzlich anerkannten Dienst. Die Bestände von Armee und Zivilschutz müssen garantiert sein. Wer keinen Dienst leistet, zahlt eine Abgabe. Der Bund erlässt Vorschriften über den Ersatz des Erwerbsausfalls. Laut dem Bundesrat müssten jährlich rund 70 000 Personen Dienst leisten, doppelt so viele wie heute. Das Parlament kann die Dienstpflicht auch auf Personen ohne Schweizer Bürgerrecht ausweiten. Die Initiative braucht die Mehrheit der Stimmenden und die Mehrheit der Kantone.
Was ist umstritten?
Das Initiativkomitee argumentiert, der Dienst bringe junge Menschen aus verschiedenen Regionen und Hintergründen zusammen und schaffe so Solidarität und Zusammenhalt. Laut dem Komitee sichert die Initiative den Bestand von Armee und Zivilschutz und versteht Sicherheit umfassender, etwa mit Blick auf Katastrophenvorsorge und Ernährungssicherheit. Es hält fest, dass heute nur jede dritte junge Person einen Dienst leistet. Das Komitee sagt, junge Menschen erwürben im Dienst praktische Fähigkeiten wie Teamarbeit und Erste Hilfe, und die Schweiz investiere damit in Menschen. Bundesrat und Parlament empfehlen ein Nein, weil die Dienstpflicht ihrer Ansicht nach nur Armee und Zivilschutz mit genügend Personal versorgen soll, die Initiative mit rund 70 000 Personen pro Jahr aber darüber hinausgeht. Sie rechnen mit etwa doppelt so hohen Kosten, etwa 1,6 Milliarden Franken für den Erwerbsersatz, und mit hohen Zusatzkosten für Arbeitgeber, die Abwesenheiten ausgleichen müssten. Laut ihnen würde eine Dienstpflicht für Frauen die Mehrfachbelastung vieler Frauen erhöhen, die heute einen grossen Teil der unbezahlten Betreuungs- und Hausarbeit leisten. Sie halten es zudem für fraglich, ob genügend Dienste geschaffen werden könnten, die das völkerrechtliche Verbot der Zwangsarbeit einhalten.
Parteiparolen
Empfehlen Ja
GLP Grünliberale Partei Schweiz
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz
Empfehlen Nein
SVP Schweizerische Volkspartei
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz
Mitte Die Mitte
FDP FDP.Die Liberalen
GPS Grüne Schweiz
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union
Reihenfolge nach Sitzen im Nationalrat (Wahlen 2023).
Ähnliche Abstimmungen
Frühere Vorlagen, bei denen die Kantone am ähnlichsten stimmten. Jedes Feld ist ein Kanton, in derselben Reihenfolge wie bei dieser Vorlage.
✓ Ja-Mehrheit✗ Nein-Mehrheit
Diese Vorlage
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5. Juni 2005 · ✓ Angenommen · 7 von 26 Kantonen gleich
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Quellen
Offizielle Ressourcen
Abstimmungsdaten: Swissvotes – Année Politique Suisse, Universität Bern (CC BY 4.0), und Bundesamt für Statistik.